Notiere drei winzige Momente des Tages: einen Blick, einen Geruch, einen Satz. Kein Hochglanz, nur echt. Positive Psychologie zeigt, dass gezielte Aufmerksamkeit auf kleine Ressourcen das Stimmungsnetz stärkt. Ich schrieb einmal schlicht: „Sonne auf den Händen, freundliche Kassiererin, warme Suppe“. Schon das Lesen beruhigte. Wiederhole diesen Mini-Scan an zehn Abenden, beobachte, wie dein Blick sich verfeinert. Dankbarkeit wird dann weniger Übung als Haltung, die besonders abends den inneren Tonfall milder und tragfähiger macht.
Schreibe nur den ersten nächsten Schritt für morgen auf, nicht die ganze Liste. Dadurch schließt du mental eine offene Schleife, die sonst nachts Aufmerksamkeit frisst. Forschende nennen das Zeigarnik-Effekt: Unerledigte Vorhaben beanspruchen Kopfkapazität. Ein klarer Minischritt entlastet. Leg den Zettel sichtbar hin, damit dein Gehirn Vertrauen fasst: Es geht weiter, aber nicht jetzt. Viele berichten, dass sie so schneller einschlafen und morgens fokussierter starten. Ein Stift, ein Wort, ein Atemzug – erstaunlich wirksam, angenehm leicht.
All Rights Reserved.